Mittwoch, 15. September 2010
Leserbrief: Die Methode Frau, Zeit No. 36; Seite 69
Wer schreibt, der muss auch lesen! Neulich las ich, dann schrieb ich. Meinen ersten Leserbrief. Besser gesagt, meine erste Lesermail. "Der Text wär doch auch was für Dein Blog!" ... Hmm, stimmt. Na dann, bitteschön:

Für meine Begriffe betrachtet Ihr Artikel den gesellschaftlichen Wandel aus der falschen Perspektive. Die so genannte "Methode Frau" ist im Grunde eine Emanzipation des Mannes, denn hinter jeder heute beruflich erfolgreichen Frau steht in gewisser Weise ein Mann. Entweder handelt es sich um einen Partner, der Gleichberechtigung, Kindererziehung und Work-Life-Balance in seinem Leben als wichtig erachtet. Oder um einen Chef, der kluge, aufstrebende Frauen fördert. Die Beispiele in Ihrem Text haben beide Aspekte veranschaulicht. Auch der umgekehrte Fall ist leider immer noch Realität: Dort, wo maskuline Arbeitskreise, Chefetagen und Teams (noch) keine Frauen integrieren WOLLEN, kann sich Frau auf den Kopf stellen!

Schade finde ich übrigens auch, dass Sie die berufstätige Frau mit Ihrem Cover auf eine Schwangere im Herrenanzug degradieren! Das reduziert eben die Methode, von deren Existenz Sie im Artikel überzeugen möchten, auf “Verkleidung und Fruchtbarkeit” (ein Faschingsfest der Eierstöcke, wenn Sie so wollen).

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